Dienstag, Juli 14, 2009

Zensurversuch gescheitert

Nachdem auf meinen Protest hin der Wahlleiter eingegriffen hat, ist der plumpe Versuch, meine Wahlwerbung zu zensieren, gescheitert.

Stadt versucht meine Wahlwerbung zu zensieren

Heute morgen geht das Telefon. Es meldet sich Frau Gieger vom Bauamt. Ob mir das Transparent, so nenne sie das jetzt einfach mal, an der Bahnhofstraße gehöre? Ich bestätige das. "Ja, nehmen sie das weg, das ist keine Wahlwerbung." Reichlich irritiert frage ich, wer denn entscheide, wie Werbung auszusehen habe. "Wo ist denn das Werbung?" schallt es zurück. Ich: "Nennen sie mir doch mal eine Rechtsgrundlage, damit wir uns hier nicht über Geschmacksfragen unterhalten müssen. Daraufhin beendet Frau Gieger das Gespräch.

Montag, Juli 13, 2009

Offener Brief an Hans März (SPD)

Sehr geehrter Herr März.

Schade, daß Sie das Stehlen und die Zerstörung meiner Werbeträger zum Anlaß nehmen, auch noch einen Schuß gegen mich zu feuern. Vermutlich ist aber von Ihnen nichts anderes zu erwarten gewesen.

Die Leute, die mir die Fahnen aus dem Verkehr ziehen, haben nicht allein ein Problem mit der Kunst, sondern auch und vor allem mit meiner Kandidatur. Es sind Feiglinge, die sehr genau wissen, was sie tun und welchen Zweck meine Fahnen haben. Daß der Name des Amtsinhabers hinter eine aufgeschlitzte Fahne gesteckt wurde, beweist das ganz eindeutig.

Ihnen dürfte bekannt sein, daß mir 9 (!) Fahnen vernichtet worden sind. Da ich auf öffentlichen Flächen nur 10 im gesamten Gebiet der Stadt Freudenberg aufhängen darf, bedeutet das, daß 90% meiner Wahlwerbung dahin sind.

Hier wird also ganz gezielt der Versuch unternommen, den Namen Beel aus der öffentlichen Wahrnehmung zu tilgen.

Manchmal ist es besser, sich nicht zu äußern statt Unfug zu schreiben. Leider haben Sie sich für letzteres entschieden. Hoffentlich ist kein Genosse in die Diebstähle verwickelt.

Gruß, Rainer Beel

Samstag, Juli 11, 2009

Das Zerstören meiner Werbefahnen geht unverdrossen weiter


Der im Ortsteil Alte Heide zuständige Feigling hat einen Weidepflock aus der Wiese gerissen und mitsamt der schon vor Tagen aufgeschlitzten Fahne in einen der nahen Glascontainer geworfen.

Nach den vielen Diebstählen und Zerstörungen der letzten Tage versuche ich nun, sichere Orte für meine Fahnen zu finden. Wer mich unterstützen will - oder einfach nur findet, daß jeder eine faire Chance haben sollte - und mir eine Hauswand, ein Schaufenster oder ähnliches zur Verfügung stellen kann, sollte nicht zögern, sich bei mir melden.



"Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen", heißt es. Im Netz gibt es bereits jede Menge höhnische Kommentare von immer denselben Verfassern. Absurderweise kommt bei politischen Mitbewerbern sogar Neid auf. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Freudenberg 2, Hans März, zum Beispiel findet die Aufmerksamkeit für den Abriss und Diebstahl meiner Fahnen "überhöht".

Er sollte sich klarmachen, daß mir 9(!) Fahnen vernichtet worden sind. Da ich auf öffentlichen Flächen nur 10 im gesamten Gebiet der Stadt Freudenberg aufhängen darf, bedeutet das, daß 90% meiner Wahlwerbung dahin sind.

Ich bin mir sicher, daß wenn den Genossen von der SPD oder den CDU-Parteifreunden, denen jeweils bis zu fünfmal mehr Werbung als mir zugestanden wird, 90 Prozent, also 45 Stück ihrer Werbeträger abhanden gekommen wären, der Staatsschutz ebenfalls mit Ermittlungen begonnen hätte.

Grund zum Neid hat Herr März wirklich nicht. Die Erfahrungen, die ich in diesem Wahlkampf machen muß, sind bitter. Ich lasse mich aber nicht entmutigen, denn Demokratie lebt vom Engagement und nicht von der Verzagtheit.

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Freitag, Juli 10, 2009

Ruhe sanft

Ein höchst trauriges Bild bietet der Freudenberger Friedhof - denn die Stadt hat gemäht. Schrien die Leute gestern noch nach dem Bauhof, wünschen sie sich heute, er wäre nicht gekommen.

Die grobe Verwüstung des Friedhofs durch die Stadt, die ihn eigentlich pflegen soll, paßt zum Gesamtbild. In Freudenberg wird derzeit nichts mehr gewissenhaft gemacht und niemand ist mehr für irgendetwas verantwortlich.



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"Ekki" sieht's gelassen


Offensichtlich meint der Bürgermeister, ich solle mich mal nicht so haben: "Wenn mir Bart oder Brille angemalt werden - ist das dann Sachbeschädigung?" So sein Kommentar zum fast vollständigen Verschwinden meiner Wahlwerbung. Will heißen: Muss man deswegen zur Polizei rennen?

"Ekki" sieht's gelassen. Daß mir fast die komplette Wahlwerbung abhanden gekommen ist, beschwert ihn nicht. Er ist jetzt nicht mehr Bürgermeister, sondern nur noch Zuschauer: Soll der Beel doch mit seinen Fahnen untergehen.

Übrigens ist es kompletter Schwachsinn, daß ich den Staatsschutz eingeschaltet hätte. Soweit ich weiß, kann man das als Privatmann gar nicht. Ich habe die Fälle des Aufschlitzens und Stehlens meiner Fahnen beim zuständigen Bezirksdienst in Freudenberg angezeigt. Da es dabei aber um politisch motivierte Taten geht, sind die Ermittlungen dem Staatsschutz übertragen worden.

Donnerstag, Juli 09, 2009

Tja


Alte Heide. Das "EKKI"-Schild hinter meiner aufgeschlitzten Fahne ist urplötzlich verschwunden. Der zuständige Feigling hat wohl Muffensausen bekommen.

Die neue Mitte...

im Stil der neuen Freudenberger Sachlichkeit.


Freudenberg verändert sich. Leider wird die Stadt immer gesichtsloser.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Wahlfälschung aufgeflogen

In Bad Ems ist der Ausgang der Kommunalwahl frisiert worden. Die Koblenzer Staatsanwaltschaft jedenfalls hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Solche Nachrichten sind noch gewöhnungsbedürftig, denn Bad Ems liegt ja nicht irgendwo in Chaotien, sondern nur rund 100 Kilometer von hier. Trotzdem scheint es weder bei der Wahl zum Stadtrat noch der Bürgermeisterwahl mit rechten Dingen zugegangen zu sein.

Dienstag, Juli 07, 2009

Ein ereignisreicher Tag

Wegen der Vernichtung meiner Wahlkampffahnen ermittelt inzwischen der Staatsschutz in Hagen. Da es sich ganz eindeutig um den Versuch handelt, einen Mitbewerber von der Teilnahme an demokratischen Wahlen, und dazu gehört eben auch der Wahlkampf, auszuschließen, hat die Siegener Kripo den Fall an den Staatsschutz weitergegeben.

Das Abreißen und Klauen meiner Werbeträger geht leider weiter, und ich versuche deshalb, meine handgefertigten Fahnen vor dem Zugriff der Politvandalen zu schützen. Heute habe ich ein zweites Werbeschaufenster in der Bahnhofstraße eingerichtet.


Die Brunnen in der Altstadt und der Burgstraße sind heute ausgeschaltet worden. Angeblich sei dies vom Rat beschloßen worden, da der Stadt das Geld für den Betrieb fehle. Ich muß in der entsprechenden Sitzung K.o.-Tropfen verabreicht bekommen haben, denn ich weiß von einem solchen Beschluß nichts.


Alte Heide, 13 Uhr



"Natürlich Ekki!" Zumindest aus ihren Präferenzen machen die Politvandalen keinen Hehl. Was hier mittlerweile abgeht, hätte ich nie für möglich gehalten.

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